Eiskurs Franz-Senn-Hütte

Eiskurs auf der Franz-Senn-Hütte Juli 2009

 Verfasser und Fotograf: Markus Assigal

Teilnehmer : Assi, Edeltraud, Ludwig, Manfred, Martin, Sebastian

 
Manfred hatte sich bei einem Hochtourenwochenende mit dem DAV Burghausen angemeldet. Da noch Plätze frei wurden bin ich spontan eingesprungen und freute mich auf ein verlängertes Wochenende auf der Franz Senn Hütte in den Stubaier Alpen.In Burghausen begrüßten  mich der Tourenleiter Ludwig und seine Frau Edeltraud, sowie die restlichen Teilnehmer Martin und Sebastian und natürlich Manfred. Wir machten uns auf den Weg über Neustift nach Milders, wo man den Wegweisern zur Franz Senn Hütte folgt. Wir folgten einer ampelgeregelte abenteuerliche Umleitung und kamen bei leichtem Niesln beim gebührenpflichtigen Parkplatz der Oberrissalm an. Die 400hm zur Franz Senn Hütte waren ganz bequem, die Materialseilbahn übernahm für uns die meiste Arbeit. Die Franz Senn Hütte mit der nicht ganz dazu passenden Feuertreppe. Da das Wetter nicht gerade einladend war, vermittelte uns Ludwig die Basic’s wie Spaltenbergung und Aufsteigen am Prusik. Hab ich zwar alles schon mal gehört, aber man vergisst ja so schnell…  Die hässliche Feuertreppe wurde zum Prusiken genutzt. Bei einem gemütlichen Hüttenabend bei bestem Essen, vermittelte uns Ludwig auch das Orientieren mit Karte und Bussole. Am nächsten Tag brachen wir zum Vorderen Wilden Turm auf und folgten dabei Sebastian’s errechneter Marschzahl. Ludwig, Sebastian und Martin beim skeptischen Blick auf die Karte.
  
 
 Bild: Blick in die Karte
Wir waren ziemlich alleine unterwegs, lediglich die Schafe leisteten uns Gesellschaft. Wir stiegen auf der Seitenmoräne des Berglasferners auf.  Das Wetter wurde leider nicht besser. Sebastian führte uns dennoch souverän über den Gletscher.
 
 Bild: Gletscheranstieg 
Es taten sich einige große Spalten auf. Aber auch über diese fanden wir unseren Weg, auch wenn die Schneebrücken nicht sehr vertrauenserweckend waren.
Schneebruecke 
  
Der Gipfel war in Sichtweite und es riss auch auf. Während die anderen Brotzeit machten, bekam ich die Aufgabe ein Seilgeländer an den vorhandenen Bohrhaken/Bügeln einzurichten. An mir ist ein guter Sherpa verloren gegangen. Der Abstieg über die Turmscharte ist versichert, das Seil ist allerding nicht mehr im besten Zustand. Am Gletscher haben wir die Haltekraft eines T-Ankers getestet. Keine Chance, der hielt bombenfest!
  
Bild:  T-Anker Test 

 

Nun ging’s wieder zurück zur Hütte. Manfred und ich gingen noch in den Klettergarten und tobten uns aus.Das Ziel für den zweiten Tag unserer DAV Tour war die östliche Seespitze (3416m). Das Wetter am Morgen versprach blauen Himmel. Edeltraud gönnte sich einen Urlaubstag und ließ es sich auf der Hütte gut gehen, was auf der komfortablen Franz Senn Hütte ja nicht schwer fällt. Mit den Eisgeräten bewaffnet spazierten wir dem grünen Tal bis zur Brücke, über die wir auf die andere Seite des Gletscherbaches gelangen. Nach dem Aufstieg über Blockgelände gelangt man zu den ersten Schneefeldern und weiter auf den Gletscher.  Der Normalweg folgt der linken Seite des Gletschers im Aufstiegssinn. Ludwig stellte uns vor die Wahl dem Normalweg zum Gipfel zu folgen und eine Überschreitung zu machen und evtl. die Nordwand der Ruderhofspitze anzuhängen oder die “Firn-/Eiswand” hier zu machen. Da das Wetter bereits schlechter wurde, entschieden wir uns einstimmig für die zweite Variante. Wir haben uns in der Mitte gehalten und den Bergschrund überwunden. Wir stiegen in zwei Seilschaften auf.

 

Aufstieg zur Oestlichen Seespitze
 

Bild: Aufstieg zur Östlichen Seespitze

 Die erste Seillänge verlief im tiefen Schnee, die restlichen waren aber gut zu gehen und das darunterliegende Eis bot eine gute Sicherungsmöglichkeit. Das Wetter verschlechterte sich leider zunehmens.
   
Bild: Standplatz im Eis
Der Gipfel war mittlerweile komplett zugezogen, wir haben uns entschlossen, auf den Gipfel zu verzichten und machten uns vermummt an den Abstieg. Auch wenn die Wand nicht sonderlich steil war (40-45°), es war ein super Tourentag, bei dem wir den ganzen Ablauf und die Sicherungstechnik üben konnten.

  Am letzten Tag unserer DAV Tour stand die Innere Sommerwand  ( 3122m) als Abschlusstour auf dem Programm. Den Gipfel haben wir bei Traumwetter genossen. Dieses Mal sind wir nicht dem Alpeinerbach in Richtung Gletscher gefolgt, sondern dem nach der Hütte links abzweigenden bezeichneten Weg zur Vorderen Sommerwand. Die Vordere Sommerwand kann ohne Gletscherberührung erstiegen werden. Wir ließen sie jedoch rechts liegen und folgten den Steinmännern zum Gletschersee des Sommerwandferners. Im gemütlichem Tempo und moderater Steigung führte ich die Gruppe das erste Stück. Dann übernahm Manfred die Führung und wir stiegen flotten Schrittes in Direttissima zur Kräulscharte. In leichter Kraxelei (I, Seilversichert) ging es dem Gipfel entgegen.

 

 

 

 

Bild: Aufstieg zur Inneren Sommerwand

 

Nach einer Gipfelrast ging’s wieder hinunter zum Rucksackdepot. Beim Rucksackdepot an der Scharte war erstmal Brotzeit angesagt. Dann ging’s zurück zur Hütte.Dort haben wir uns nochmals gestärkt und unser Wochenende neigte sich dem Ende zu. Das verlängerte Wochenende auf der Franz Senn Hütte war ein voller Erfolg. Auf der Hütte wurden wir kulinarisch verwöhnt und Ludwig hat uns allerlei beigebracht, man lernt ja schließlich nie aus… 

 Nach einer Gipfelrast ging’s wieder hinunter zum Rucksackdepot. Beim Rucksackdepot an der Scharte war erstmal Brotzeit angesagt. Dann ging’s zurück zur Hütte.Dort haben wir uns nochmals gestärkt und unser Wochenende neigte sich dem Ende zu. Das verlängerte Wochenende auf der Franz Senn Hütte war ein voller Erfolg. Auf der Hütte wurden wir kulinarisch verwöhnt und Ludwig hat uns allerlei beigebracht, man lernt ja schließlich nie aus…